Die DDR als Staat und die Rolle der SED

 

Nach Ende des von Deutschland 1939 begonnen Zweiten Weltkriegs wurde das Land 1945 von den Siegermächten in vier Besatzungszonen geteilt. Auf Betreiben der Sowjetunion und in Reaktion auf die Gründung der Bundesrepublik aus den westlichen Besatzungszonen entstand 1949 die Deutsche Demokratische Republik (DDR) auf dem Gebiet der früheren Sowjetischen Besatzungszone.

In Abgrenzung zum nationalsozialistischen Regime erklärte sich die DDR zum antifaschistischen Arbeiter- und Bauernstaat – und zur sozialistischen Alternative zur Bundesrepublik: Der Kapitalismus sollte als politisches und wirtschaftliches Prinzip durch eine Diktatur des Proletariats mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft abgelöst werden. Doch die Hoffnungen vieler Menschen auf einen Aufbruch in eine bessere Zukunft wurden durch die sich rasch entwickelnden antidemokratischen Strukturen enttäuscht. Die 1946 gegründete Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) setzte mit sowjetischer Unterstützung ihren Anspruch auf Alleinherrschaft durch. Diktatorische Mittel rechtfertigte sie dabei mit der Formel vom Antifaschismus, des Freiheitskampfes, der Demokratie und des Friedens.

 

Quellen und weiterführende Links

 

„Grundsätze und Ziele der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“
(Protokoll des Vereinigungsparteitages der SPD und KPD am 21. und 22. April 1946 in der Staatsoper zu Berlin, Berlin 1946, S. 172-180.)

„Partei neuen Typus“
(www.hdg.de/lemo)

 

Aus der Regierungserklärung Otto Grotewohls am 12. Oktober 1949
(Geschichte 11, Berlin 1977, S 280-281.)

 

Die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik
(www.hdg.de/lemo)

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