Hinter Mauern

Eine Graphic Novel über jugendlichen Protest in der DDR

 

1968 erheben sich die Menschen gegen die kommunistischen Diktatoren in Warschau und Prag. Auch in der DDR schaut die Bevölkerung gebannt auf die  Ereignisse. Konni Ehrenreich, der offen mit den Reformern sympathisiert, wird deswegen der Studienplatz gestrichen. Als er mit ein paar Freunden eine  Künstlergruppe ins Leben ruft, die alternative Lebensentwürfe verfolgt, erklärt ihn das Ministerium für Staatssicherheit zur feindlichen Person. Es schleust einen Spitzel ein, der für Konnis Verhaftung  sorgen soll. Was Konni nicht weiß: Der Verräter ist einer seiner Freunde.

„Hinter Mauern“ erzählt von Mut, Freundschaft und Vertrauen, aber auch von Indoktrinierung, menschlicher Schwäche und Verrat. Die Protagonisten müssen in unmöglichen, für uns heute kaum noch  nachvollziehbaren Situationen Entscheidungen treffen, die ihr eigenes, aber auch das Leben ihrer Freunde und Familien für immer verändern.

Konnis Geschichte ist zwar fiktiv. Sie basiert aber auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und publizierten Zeitzeugen-Berichten. Diese waren mal mehr, mal weniger prominente Inspirationsquelle für die Entwicklung der Protagonisten, ihren Handlungsspielräumen und Entscheidungen. Dabei war es uns wichtig, kein Einzelschicksal darzustellen, sondern viele unterschiedliche Erlebnisse einzubeziehen. Der Inhalt des Buches stellt daher keine Meinungsäußerung oder alleinige Sichtweise von lebenden oder bereits verstorbenen Zeitzeugen dar. Unser Protagonist Konni steht vielmehr repräsentativ für viele verschiedene Schicksale und Möglichkeiten menschlichen Handelns in der Diktatur. Er zeigt auf, welchen Mut es mitunter bedurfte, anders zu sein.

Das Projekt wird von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

 

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