Mauer und „Republikflucht“

 

Zwischen 1949 und 1961 verließen rund drei Millionen Menschen die DDR in Richtung Bundesrepublik. Gemessen an der Gesamtbevölkerung war das beinahe jeder fünfte. Da viele dringend benötigte Fachkräfte der DDR den Rücken kehrten, ließ die SED 1952 die innerdeutsche Grenze abriegeln. Ab 1957 stand die so genannte „Republikflucht“ unter Strafe. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 nahm die DDR-Regierung Ausreisewilligen die letzte Möglichkeit, auf legalem Weg in den Westen zu gelangen.

Die Mauer sollte die Existenz der DDR sichern und wurde zum Symbol des SED-Unrechts. An der Grenze wurde auf Flüchtende scharf geschossen, das Grenzregime im Laufe der Zeit perfektioniert. Wer sich dennoch zu der lebensgefährlichen Flucht entschloss, musste bei deren Scheitern mit hohen Haftstrafen rechnen. Das hielt viele aber nicht davon ab, es trotzdem zu riskieren. Ihre Gründe waren nicht selten ein Gemisch aus politischen, privaten sowie wirtschaftlichen Wünschen und Konfliktlagen. Die Flucht bedeutete immer den Verlust der Heimat, des Freundeskreises und der Familie – oft war sie ein Abschied auf unbestimmte Zeit.

 

Quellen und weiterführende Links

 

Johannes Rink: Reisen vor dem Mauerbau
(www.jugendopposition.de)

Einführungsvideo zum Mauerbau
(www.zeitzeugen-portal.de)

„Ungesetzlicher Grenzübertritt“
(Strafgesetzbuch der DDR von 1968, §213)

 

Fluchten über die Mauer
(www.chronik-der-mauer.de)

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